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1/2005) HERMANN KOPP – Japgirls In Synthesis (LP 2004) HERMANN
KOPP kennen vielleicht nicht so viele Leute, eher schon seine frühere
Band KEINE AHNUNG, die mit ihrer Mini-LP einen echten
Minimal-Electro-Klassiker geschaffen hat, der heute, trotz
zwischenzeitlicher CD-Wiederveröffentlichung, immer noch ein extrem
gesuchtes und entsprechend teures Sammlerstück ist. Aber auch unter
seinem eigenen Namen hat HERMANN KOPP Musik produziert. Eine
Zusammenstellung mit Material aus den 80er Jahren gibt es auf „Japgirls
In Synthesis" zu hören. KOPP hat dabei einen sehr eigenen Stil, der
zwar einiges an Minimal-Electro enthält, dabei aber seltsam warm
klingt, was wohl vor allem an der Stimme liegt. Die meisten Stücke sind
eingängig, nicht poppig, aber wavig, aber auch eher avantgardistische
Momente finden sich auf der Platte wieder. Mit dem Electro-Sound von
KEINE AHNUNG hat das nur wenig zu tun, so dass Fans dieser Band oder
Minimal-Puristen mit dieser LP möglicherweise wenig anfangen können.
Mir gefällt es, weil eine sehr mysteriöse Atmosphäre entsteht.
Mehrmaliges Hören ist dabei absolut Pflicht, bevor man sich eine
abschließende Meinung bildet. HERMANN KOPP hat übrigens auch an der
Musik zu Jörg Buttgereit´s legendärem Filmen „Nekromantik", „Der
Todesking" (hier spielte er auch mit) und „Nekromantik 2"
mitgearbeitet. Franz Rodenkirchen von KEINE AHNUNG hat, nebenbei
bemerkt, auch an allen Buttgereit-Filmen mitgearbeitet. Interessante
Querverbindung...und ein weiterer Hinweis darauf, dass die Musik von
KOPP nicht immer ganz einfach ist. Das macht es aber doppelt spannend.
(A.P.) zurück
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