Über VOD
Asmus Tietchens
Interviews
Airplays
Absolute Body Control
Broken Flag / Ramleh
Campingsex
Cassettencombinat
Ceramic Hello
Clair Obscur
Colin Potter
Controlled Bleeding
Cultural Amnesia
Das Synthetische Mischgewebe
Die Tödliche Doris
Die Unbekannten
E.g Oblique Graph / Muslimgauze (Bryn Jones)
Esplendor Geometrico
Frieder Butzmann
Graf Haufen
Graf + ZYX
Head Resonance
Hermann Kopp
Hijokaidan
Insane Music (Bene Gesserit, Pseudo Code...)
John Duncan
Kosmonautentraum
Maurizio Bianchi
Mutter
No More
Non Toxique Lost
Nurse With Wound
OUT
P1-E
Ptose
Saal2
Severed Heads
Storm Bugs / Snatch Paste / Philip Sanderson
Sprung aus den Wolken
S.Y.P.H.
TASS
The Naughtiest Girl Was a Monitor
The New Blockaders
V.A. Festival Genialer Dilletanten
V.A. Wahrnehmungen / Selektion
Weltklang/Exilsystem

Intro

[mehr...]

Ox Fanzine

[mehr...]

Bobtorture

[mehr...]

Stylus Magazine

[mehr...]

Back Again

[mehr...]

Back Again

[mehr...]

TAZ Berlin

[mehr...]

Back Again

[mehr...]

Rin

[mehr...]

Vital Weekly

[mehr...]

Technodisco

[mehr...]

Westzeit

[mehr...]

De BUG

[mehr...]

Jayculture (Italy)

[mehr...]

Punk ist wie ne Religion

[mehr...]

Bad Alchemy

[mehr...]

Back Again

[mehr...]

Bad Alchemy 48 (11/2005)

Modeschau mit DIE TÖDLICHE DORIS, das gab es schon mal 1991 mit den Showgarderoben von Müller, Utermöhlen & Kruse als Kunstobjekten. Die Morphologische Modemusik Welten - Worlds - Ohontsa‘ shón:‘a (VOD 19) erklang aber bereits am 14.10.1984 auf der Durchbruch-Modenschau in der Berliner Deplana-Kunsthalle. Der mehr oder weniger lethale Beitrag der Doris bestand im Geschmurgel von 24 Audiotapes, abgespielt auf mehr oder weniger defekten Kassettenrekordern. Dazu spielte - und das kann man mehr oder weniger glauben - die Gerry-Belz-Show-Band, ein vom Arbeitsamt vermitteltes Trio mit Schlagzeug, Akkordeon und Gitarre und einem Muzakrepertoire gängiger Déjà-vu-Dudeleien. Die verrauschte Melange dieser Ingredienzen inklusive einplätschernden Modeschaubeifall erfreut nun das mehr oder weniger dupierte Ohr. Handgespielte Musik, wenn auch der mechanisch-routiniertesten Sorte, und typische Tapeeffekte, Schleifen, Loopen oder ein Schmieren, das wie blökende Schafe klingt, begegnen und mischen sich auf einem dritten Medium, der Vinylscheibe, serviert wie ein köstliches Marzipantortenstück für Modeschautanten. Dass Die Tödliche Doris kulinarische Gelüste oder ästhetizistisches Design bedient, war bisher nicht gerade naheliegend. Der Gedanke lässt sich auch nur denken mit Wörtchen wie ‚Kult‘ oder ‚Camp‘ als Vermittler. Sechs Beweisfotos auf der Innenhülle zeigen leider nur Negerkampf im Dämmerlicht einer Fischli & Weiss-Rumpelkammer. Nun, Wolfgang Müllers Einbildungskräfte sind erwiesener Maßen unerschöpflich, wenn es gilt, die Welt, wie sie ist, in seiner MÜLL-Konzeptkunst zu spiegeln und zu brechen oder unhörbar und außermusikalisch zu vertonen. Ob Elfen oder Eisenbahnen, Urpflanzen oder Meisenknödel, Fledermausultraschall oder Gebärdensprache, ob Walther von Goethes oder Wittgensteins Isländische Reise, das Tatsächliche, Mögliche oder nachträglich Berichtigte zu beschweigen oder zu betonen hat er so perfektioniert, wie es wohl nur ein von den Genien gestreifter Dilettant fertig bringen kann.

Eo Ipso (OES)

[mehr...]

Druckversion

AGB's | Links & Vertriebe | impressum/kontakt | sitemap | suchen Deutsch | English